Allgemeine Informationen

Kinderhilfswerk Dritte Welt e.V.
"Un peuple, un but, une foi"
Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube
Mali liegt in der Sahelzone Westafrikas. Im Süden fließen der Senegal und der Niger, deren Binnendelta mit fruchtbarem Schwemmland eine üppige Vegetation aufweisen. Entlang der Flüsse werden Landwirtschaft, Rinderzucht und Fischfang betrieben. Mehr als die Hälfte des Landes ist Teil der Sahara. Der Niederschlag variiert je nach Klimazone und Jahr: Es kommt immer wieder zu Überflutungen und Dürren.

Im Süden Malis siedelten früh schwarz-afrikanische Völker, während der Norden unter dem Einfluss der Berber stand. Die malischen Städte Timbuktu und Djenné waren Umschlag des Trans-Sahara-Handels und kamen mit Gold-, Salz- und Sklavenhandel zu Reichtum. Nachdem Europa im Rahmen seiner Kolonialpolitik die Weltmeere eroberte, erstarb dieser Handel und die Städte verarmten. Ab dem 17. Jahrhundert stand Mali unter dem Einfluß zahlreicher afrikanischer Herrschaftsreiche, bis schließlich Frankreich das Gebiet 1898 in seine Kolonialföderation eingliederte.

Nach seiner Unabhängigkeit im Jahre 1960 war das Land 32 Jahre lang ein sozialistischer Einparteienstaat. Aufgrund von inneren Unruhen kam es 1990 zu einem Militärputsch, in dessen Folge sich die erste demokratische Opposition der Republik Mali formierte. 1992 übernahm der erste demokratisch gewählte Präsident sein Amt. Präsident KONARE sorgte für politische und wirtschaftliche Reformen und setzte sich ein im Kampf gegen Korruption. Seitdem befindet sich Mali in einem Dezentralisierungsprozess, in dessen Folge den Kommunen und Gemeinden das Recht auf Selbstverwaltung zugesprochen und ihnen mehr Verantwortung übertragen wird.

Bei den Präsidentschaftswahlen 1997 gab die Bevölkerung Konaré das Mandat für eine zweite Amtszeit. Präsident Konaré legte den blutigen Konflikt zwischen der scharzafrikanischen Bevölkerungsmehrheit und den Tuareg bei und versuchte, die wirtschaftlichen Rahmendaten des Landes zu verbessern.

Nach dem Ende der zweiten und verfassungsgemäß letzten Amtszeit Konarés erfolgte 2002 ein friedlicher Machtübergang an den ehemaligen General Amadou Toumani Touré.
Am 29. April 2007 stellte sich Präsident Amadou Toumani Touré zur Wiederwahl.
Er erhielt  mit 68% der Stimmen ein eindeutiges Mandat für eine zweite Amtszeit.


Fakten über Mali

Lage:   West Afrika, südwestlich von Algerien, 11° N bis 24°N, 12° W bis 04° E
Land:   Total: 1.240.000 km2 - Land: 1.220.000 km2, Wasser: 20.000 km2
Nachbarländer:   Algerien, Burkina Faso, Niger, Elfenbeinküste, Guinea, Senegal, Mauretanien
Klima:   subtropisch, heiß und trocken von Februar bis Juni, regnerisch, feucht und mild von Juni bis November, kühler und trocken von November bis Februar.
Landschaft:   meist flach, nördliche Fläche Wüste mit kleinen Hügeln - Savanne im Süden. Tiefster Punkt: Senegal Fluß 23 m. Höchster Punkt: Hombori Tondo 1.155 m.
Natürliche Ressourcen:   Gold, Phosphat, Kalium, Salz, Uran
Bevölkerung:   12.291.529 Einwohner (Juli 2005)
Altersstruktur:   0-14 Jahre: 47,2 %

15-64 Jahre: 49,73 %

65 Jahre und älter: 3,07 %
Bevölkerungswachstum:   2,97 %
Geburtenrate:   48,79 Geburten pro 1000 Einwohner
Sterblichkeitsrate:   18,71 pro 1000 Einwohner
Kindersterblichkeitsrate:   121,44 bei 1000 Geburten
Lebenserwartung:   47,02 Jahre
Ethnische Gruppen:   Mandé 50% (Bambara, Malinke, Soninke), Peul 17%, Voltaic 12 %, Songhai 6 %, Tuareg and Moor 10 %, andere 5 %
Religionen:   Islam 90 %, traditionelle Religionen 9 %, Christen 1 %
Sprache:   Französisch (offiziell), Bambara 80 %, etliche afrikanische Dialekte und Sprachen
Alphabetisierung:   über 15 Jahre alt 31 % (geschätzt, wahrscheinlich weniger), davon 39,4% männlich, 23,1 % weiblich.

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Hintergrundinformationen zu Mali
(Wikipedia)