Mali

Mali

Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit liegt einem der ärmsten Ländern der Welt: in Mali in der Sahelzone Westafrikas. Warum gerade Mali?

Es begann 1975 mit einer spontanen Aktion: Durch Impfmüdigkeit in Deutschland drohte der Verfall hunderttausender bereitgestellter Polioimpfeinheiten, Mali hingegen gehörte zu den Ländern mit den meisten Fällen spinaler Kinderlähmung. Auf Veranlassung seines Gründers Dr. Hans-Georg Graichen, malischer Honorargeneralkonsul in Hamburg, sammelte das Kinderhilfswerk Dritte Welt e.V. in Zusammenarbeit mit der Impfanstalt Hamburg die Impfeinheiten, baute eine Kühlkette auf und führte Impfaktionen in Mali und im Senegal durch. Ein großer Erfolg: inzwischen ist die Krankheit in beiden Ländern fast eingedämmt.

Eine flächendeckende medizinische Versorgung kann der malische Gesundheitsdienst nicht sicherstellen. Vor allem in den entlegenen ländlichen Regionen befindet sich häufig in einem Umkreis von 30 km keinerlei medizinische Versorgungsmöglichkeit. Bis heute wurden von uns 14 Gesundheitszentren für Mütter und Kinder errichtet, zuletzt in Marena.

Gleichzeitig wurde auf dem Gelände eine Schule gebaut – die Kombination der Faktoren Gesundheit und Bildung ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung in der Region.

Mit einer Analphabetenrate von über 50 % zählt Mali zu den Ländern mit den ungünstigsten Bildungsindikatoren. Trotz Schichtunterricht sind Klassen mit über 100 Schülern keine Seltenheit. In ländlichen Gebieten sind die Schulen häufig so weit von einander entfernt, dass sie aufgrund der mangelnden Infrastruktur für viele Kinder unerreichbar sind.

Seit über 30 Jahren kümmern wir uns in Mali auch um die Benachteiligten der Gesellschaft: Waisenkinder, blinde und behinderte Kinder und Jugendliche.

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Hintergrundinformationen zu Mali
(Wikipedia)